Bevor die Bank Ihnen einen Kredit zusagt, prüft sie bei der Schufa Ihre Bonität inklusive Zahlungsverhalten. Sie möchte damit besser einschätzen können, ob Sie laufende Kredite und offene Rechnungen jeden Monat wie vereinbart bedienen.
Seit März 2026 können alle Verbraucherinnen und Verbraucher über:
www.meineschufa.de oder die neue Schufa-App sehen, was die Auskunftei in Wiesbaden über sie gespeichert hat. Falsche Eintragungen können dabei zu Punktabzug führen.
auf der Webseite der Schufa unter www.meineschufa.de,
sowie weiterhin in der kostenlosen Datenkopie nach Art. 15 DSGVO (kommt per Post, dauert mindestens 14 Tage bis vier Wochen).
Die Registrierung bei der Schufa ist kostenfrei und mittels Identifizierung über den Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion (eID) oder mit einem PIN-Brief per Post möglich.
„Mit dem neuen Score im Schufa-Account haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, jederzeit kostenlos und digital ihre bei der Schufa gespeicherten Daten einzusehen und ihren Score selbst nachzurechnen”,
sagt Tanja Birkholz, Vorstandsvorsitzende der Schufa.
Je länger eine Person an derselben Adresse wohnt, desto mehr Punkte gibt es. Laut Schufa gilt: Wer erst seit Kurzem an einem Wohnsitz wohnt, hat ein erhöhtes Risiko, in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Die Punkte steigen dafür automatisch, wenn man an dieser Adresse gemeldet bleibt.
Die gemeldete Adresse ist häufig falsch, weil Schufa-Daten von externen Unternehmen (z. B. Banken, Vermietern oder Versandhändlern) gemeldet werden, die diese Information selbst fehlerhaft oder veraltet übermitteln. Die Adresse kann somit auch immer wieder falsch übermittelt werden und sollte daher bei der Schufa von den Verbrauchern einmal im Jahr kontrolliert werden. Die Schufa prüft nicht aktiv beim Einwohnermeldeamt. Personenverwechslungen oder fehlende Korrekturen durch Unternehmen verschärfen das Problem.
Nicht nur die Adresse kann falsch bei der Schufa hinterlegt sein. Auch Daten zu Konten, Kreditkarten und Krediten werden von Banken und Unternehmen gemeldet und können fehlerhaft oder veraltet sein. Diese Angaben fließen laut Schufa in mehrere der 12 Score-Kriterien ein – etwa zur Dauer von Geschäftsbeziehungen, zu bestehenden Kreditverträgen oder zu Zahlungsstörungen. Fehlerhafte Einträge können daher direkt zu Punktabzügen führen. Typische Fälle, bei denen eine Korrektur möglich und sinnvoll ist:
Kredite noch als laufend gespeichert, obwohl sie bereits zurückgezahlt sind: Laut Schufa wirkt sich der Status von Krediten auf die Bewertung aus. Ein fälschlich offener Kredit kann den Score verschlechtern. Die Bank kann den Eintrag auf „erledigt“ setzen.
Fehlerhafte Angaben zu Girokonten oder Kreditkarten: Zum Beispiel falsche Vertragsdaten oder nicht beendete Konten. Auch diese Informationen fließen in die Bewertung ein und sollten vom Kreditinstitut korrigiert werden.
Unzutreffende Dauer einer Geschäftsbeziehung: Die Länge bestehender Vertragsbeziehungen ist ein eigener Score-Faktor. Wird ein langjähriges Konto nicht korrekt erfasst, können positive Punkte fehlen.
Bereits beglichene Forderungen noch als offen vermerkt: Wurde eine Forderung bezahlt, aber nicht aktualisiert, kann die Bank oder der Vertragspartner die Erledigung nachmelden.Grundsätzlich gilt: Immer zuerst den sogenannten „Datenmelder“ kontaktieren – also die Bank oder das Unternehmen, das den Eintrag verursacht hat. In vielen Fällen kann die Korrektur dort schneller angestoßen werden als direkt über die Schufa.Die bei der Schufa über Sie gespeicherte Wohnadresse sollten Sie regelmäßig prüfen. Auch falsch vermerkte "Zahlungsstörungen" führen zu einem Punktabzug und damit zu einem schlechteren Score. Zahlungsstörungen sind Einträge, die zeigen, dass Rechnungen, Kredite oder andere Verpflichtungen von Ihnen nicht oder nur verspätet bezahlt wurden. Solche Informationen können den Schufa-Score deutlich verschlechtern, weil sie aus der Sicht von Banken ein erhöhtes Ausfallrisiko signalisieren.
Mahnungen allein sind nicht immer schon ein Schufa-Eintrag. Relevant wird es erst dann, wenn eine Forderung trotz Erinnerung offen bleibt oder rechtlich weiterverfolgt wird.
Auch gekündigte Kredite, titulierte Forderungen oder Inkassofälle können als negative Hinweise wirken. Je aktueller und schwerwiegender die Zahlungsstörung ist, desto stärker kann sie die Bonität belasten.
Nicht jede verspätete Zahlung landet automatisch in der Auskunft, entscheidend sind Art, Höhe und Verlauf der offenen Forderung.
Banken und Kreditinstitute: Häufig können Banken direkt über ihre eigenen Systeme die Meldung korrigieren, ohne dass Sie selbst bei der Schufa einen detaillierten Nachweis einreichen müssen. Dies ist besonders bei bereits beglichenen Krediten oder offensichtlichen Fehlern für Ihren Score und die damit verbundenen Punkte wichtig.
Unternehmen wie Mobilfunkanbieter, Versicherer, Online‑Händler etc.: Da diese Unternehmen in vielen Fällen die „Melder“ sind, sollten Sie bei fehlerhaften Einträgen auch den Kontakt zu ihnen suchen und sie am besten per Mail zur Löschung der Falschinformation auffordern.
Datenschutzbehörde, Verbraucherzentrale und Anwalt: Wenn Gläubiger nicht reagieren, können Sie Beschwerden prüfen lassen oder rechtliche Schritte einleiten.
Es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, bis fehlerhafte oder veraltete Einträge entfernt werden. Da die Schufa den Score nur alle drei Monate neu berechnet und frühestens im darauffolgenden Quartal aktualisiert, werden Veränderungen des Scores generell erst mit Verzögerung sichtbar.
Alle Kredite werden im Schufa-Score erfasst. Dabei ist es positiv, einen Kredit zu haben und ihn pünktlich zu bedienen, da dies Stabilität signalisiert und Punkte in mehreren Kriterien einbringt.
Der neue Score bewertet Kredite über spezifische Blöcke:
Kreditstatus (bis 19 Punkte): Zeigt, ob Kredite ordnungsgemäß geführt oder abgeschlossen wurden – pünktliche Bedienung hebt den Score.
Neu aufgenommene Ratenkredite (bis 66 Punkte): Wenige neue Kredite innerhalb eines Jahres sind besser.
Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite (bis 61 Punkte): Kurze Laufzeiten wirken stabilisierend.
Alter des jüngsten Rahmenkredits (bis 36 Punkte): Ältere Rahmenkredite (z. B. Abrufkredite) sind positiv.Häufiger Fehler: Veraltete Einträge bleiben bis zu drei Jahre sichtbar, selbst nach Begleichung.
Korrigieren ist einfach: Über das Schufa-Portal eine kostenlose Auskunft beantragen, Widerspruch einlegen und Nachweis (z. B. Quittung) hochladen – oft innerhalb von 4 Wochen erledigt.
Der häufigste Grund: Identitätsdiebstahl oder Datenfehler von Gläubigern.
Die Korrektur ist unkompliziert: Im Schufa-Kundencenter widersprechen, eine Betroffenenmeldung ausfüllen und ggf. die Polizei einbeziehen.
Typischer Fehler: Häufige Umzüge oder unvollständige Meldedaten werden als Instabilität gewertet.
Korrektur ist relativ leicht, wenn man eine Meldebescheinigung hat: Richtige Adresse bei der Schufa aktualisieren (per App oder Portal) und Auskunft erneuern.
Die Höchstpunktzahl von 999 beim neuen Schufa-Score ist rechnerisch erreichbar, indem man in allen zwölf Kriterien die maximale Bewertung erzielt, denn die Punkte werden addiert. Perfekte Bedingungen umfassen keine Zahlungsstörungen (bis 264 Punkte), sehr alte Verträge und Konten (z. B. Girokonto seit mehr als 20 Jahren bei derselben Bank), weniger als zwei Anfragen von Unternehmen über die Person innerhalb eines Jahres, eine stabile Adresse und positive Kreditdaten wie ein Immobilienkredit. Während 999 Punkte theoretisch möglich sind, erreichen nur wenige Personen die volle Punktzahl. Ab 776 Punkten gilt der Score bereits als hervorragend, was bei 62 Prozent der Bevölkerung in Deutschland der Fall ist.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden. Für Korrekturen Ihrer Einträge bei der Schufa können Sie sich direkt an die Schufa, Ihre Bank oder Zahlungspartner wenden.
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